Anwendungsbeispiele
  • Amputationsschmerzen

    Nach Amputationen kann es zu Stumpfschmerzen kommen. Dies sind meistens Schmerzen im Narbenbereich, auch infolge des Druckes durch die Prothese.
    Phantomschmerzen dagegen sind stechende und brennende Nervenschmerzen, die nur anfallsweise oder dauerhaft auftreten können.


    A) Bei Stumpfschmerzen bzw. Amputationsschmerzen die Anode (rot) direkt oberhalb des Stumpfes , die Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes platzieren.

       

                                                  

    B) Bei Phantomschmerzen die nichtamputierte Seite stimulieren! Die Anode (rot) auf den Hauptschmerzpunkt, die Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes platzieren (siehe Abb.).

                                             

  • Schultergelenkschmerzen


    Auch Schultergelenkschmerzen haben ihren Ursprung häufig als Ausstrahlungsschmerzen im Bereich der Nackenwirbel.
    Eine andere Ursache kann auch die Schultergelenksarthrose (z.B. durch Abnutzung) oder die Schultergelenksarthritis (entzündliche Veränderungen des Gelenks), z.B. aufgrund rheumatischer Erkrankungsprozesse sein. Schulterschmerzen können aber auch durch Veränderungen im Bereich der Muskeln und Sehnen entstehen, der Periarthritis humeroscapularis.

    Die Anode (rot) auf den Schmerzpunkt, die Kathode (blau) auf die hintere Seite der Schulter (siehe Abb.) platzieren, so dass der schmerzende Bereich vom Strom durchflutet wird.

                                             

  • Hüftschmerzen

    Hüftschmerzen können bei Problemen der Lendenwirbelsäule, oder im Hüftgelenk selbst durch eine Arthrose

    (= Coxarthrose, Abnutzungserscheinung des Hüftgelenks) auftreten.
    Die Schmerzen treten bei Belastung auf und können die Bewegungsfähigkeit sehr einschränken.

    Die Anode (rot) bei Hüftschmerzen oberhalb des schmerzenden Bereiches,

    die Kathode (blau) unterhalb platzieren (siehe Abb.)

                                                                                                       

  • Brustkorbschmerzen

    Schmerzen im Brustkorb haben oft ihre Ursache im Brustwirbelsäulenbereich.

    Gürtelrosenschmerz (Zosterneuralgie/Post-Zosterneuralgie)


    Die Gürtelrose wird durch den Zostervirus ausgelöst, der meist die Nerven im Brustbereich befällt. Die Erkrankung wird begleitet von juckenden und brennenden Schmerzen, einem Hautausschlag sowie einer schmerzhaften Berührungsempfindlichkeit der Haut (Zosterneuralgie). Auch nach dem Abheilen der Pusteln kann diese Empfindlichkeit weiterhin, auch begleitet von brennenden, stechenden Schmerzen, noch bleiben (Post-Zosterneuralgie).

    Wichtig: Anfangs auf der nicht betroffenen Seite stimulieren! Die Anode (rot) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes, die Kathode (blau) neben der Wirbelsäule in Höhe des Schmerzes platzieren.

               

                                                              

  • Ellenbogenschmerzen

    Der "Tennisellenbogen" (= Epicondylitis humeri radialis) macht sich durch Druckschmerz auf dem äußeren Ellenbogen sowie Schmerzen beim Ballen der Faust und Beugung der Hand, die bis in den Unter- und Oberarm ausstrahlen können, bemerkbar. Die Ursache ist eine Entzündung der Sehnenansätze, meist entstanden durch Überbeanspruchung.
    Nicht so häufig ist der "Golferellenbogen" (Epicondylitis humeri ulnaris) bei dem die Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens auftreten.

    A) Die Anode (rot) bei Ellenbogenschmerzen auf den Hauptschmerzpunkt, die Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes platzieren.

    Elektrodenanlage bei Ellenbogenschmerzen
    B) Die Anode (rot) bei Ellenbogenschmerzen oberhalb, die Kathode (blau) unterhalb des schmerzenden Bereiches platzieren.

    Elektrodenanlage bei Ellenbogenschmerzen


    Beim Golferarm werden die Elektroden an der Innenseite des Ellenbogens und Unterarms platziert.
  • Fersenschmerzen

    Die Ursache von Fersenschmerzen ist oft ein Fersensporn, ein dornartiger Knochenauswuchs, der bei Belastung dauerhafte Schmerzen verursacht. Die Schmerzen können mehr im Bereich des Fersenbeins, aber auch im Bereich des Achillessehnenansatzes auftreten. Hat sich der Schleimbeutel der Achillessehne, meist nach Überlastung, entzündet, kann auch das zu starken Schmerzen führen.

    Bei Fersenschmerzen die Anode (rot) auf den Hauptschmerzpunkt, die Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes platzieren (siehe Abb.). Alternativ können auch Anode und Kathode links und rechts der Ferse platziert werden, so dass dieses Areal durchflutet wird.

    Elektrodenanlage bei Fersenschmerzen
  • Handgelenkschmerzen

    Handgelenkschmerzen können z.B. durch eine Arthrose (=abnutzungsbedingt) ausgelöst werden oder treten im Zusammenhang mit einer rheumatischen Erkrankung auf, die zur Entzündung und Schädigung, meist von mehreren Gelenken, führt. Die Fingergelenke können ebenfalls betroffen sein.

    Die Anode (rot) bei Handgelenkschmerzen auf der Außenseite des Handgelenks und die Kathode (blau) auf der Innenseite des Handgelenks platzieren.

    Elektrodenanlage bei Handgelenkschmerzen
  • Handschmerzen / Karpaltunnelsyndrom

    Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch ein zu enges Bindegewebe an der Handwurzel und dadurch gereiztem Nerven (Nervus medianus). Dies macht sich durch ausstrahlende Schmerzen in den Unterarm, Taubheitsgefühle und Kribbeln bemerkbar.

    Die Anode (rot) bei Handschmerzen bzw. Karpaltunnelsyndrom oberhalb des schmerzenden Areals, die Kathode (blau) auf dem Daumenballen platzieren.

    Elektrodenanlage bei Karpaltunnelsyndrom
  • Ischiasschmerzen

    Der Ischiasnerv hat seinen Ursprung im Lendenwirbelbereich und zieht sich durch das Gesäß, den hinteren Ober- und Unterschenkel und den Fuß bis zur Großzehe. Ist der Ischiasnerv gereizt, können Schmerzen im Lendenwirbelbereich und im gesamten Verlauf der Nerven auftreten.

    Bei Ischiasschmerzen die Anode (rot) auf dem Hauptschmerzpunkt, die Kathode (blau) im Ausstrahlungsbereich des Schmerzes platzieren (siehe Abb.)

    Elektrodenanlage bei Ischiasschmerzen
  • Knieschmerzen

    Häufig treten Kniegelenkschmerzen (Knieschmerzen) durch altersbedingte Abnutzung (Gonarthrose) des Gelenks oder Fehlbelastungen auf. Meniskusschäden (=Schädigung der Gelenkzwischenscheibe) dagegen werden häufiger durch Sportunfälle verursacht. Ist die Kniescheibe betroffen, ist die Ursache z.B. ein Knorpelschaden (Chondropathia patellae). Auch bei der rheumatoiden Arthritis sind die Kniegelenke oft mit betroffen.

    A) Die Anode (rot) bei Knieschmerzen auf den Schmerzpunkt, die Kathode (blau) spiegelbildlich platzieren (siehe Abb.).

    B) Bei Verwendung von beiden Kanälen, eine Anode (rot) oberhalb der Kniekehle, die Kathode (blau) unterhalb der Kniekehle platzieren. Die zweite Anode auf der Innenseite des Kniegelenks, die Kathode auf der Aussenseite platzieren, so wird das gesamte Kniegelenk durchflutet (siehe Abbildung)

    Elektrodenanlage Knieschmerzen 1-Kanal;Elektrodenanlage Knieschmerzen 2-Kanal

  • Kreuzbeinschmerzen

    Kreuzbeinschmerzen werden meist durch das Iliosakralgelenk, das Kreuzbein und Becken verbindet, verursacht.
    Die Schmerzen strahlen bei Oberkörperbeugung und -drehung oft bis in Gesäß und Oberschenkel aus.
    Eine anhaltende Entzündung kann auch im Zusammenhang mit einer Allgemeinerkrankung, wie z. B. dem M. Bechterew stehen.

    Bei Kreuzbeinschmerzen die Anode (rot) auf dem Schmerzpunkt platzieren, die Kathode (blau) spiegelbildlich auf der anderen Seite der Wirbelsäule (siehe Abb.)

    Elektrodenanlage bei Kreuzbeinschmerzen
  • Lendenwirbelschmerzen

    Da die Lendenwirbelsäule den größten Teil der mechanischen Arbeit der gesamten Wirbelsäule und das Gewicht des Oberkörpers zu tragen hat, sind besonders im Bereich des 4. und 5. Lendenwirbels und des 5. Lenden- und des 1. Kreuzbeinwirbels am ehesten Abnutzungserscheinungen der Bandscheiben zu beobachten. Sie verlieren ihre stoßdämpfende Funktion und können "vorfallen". Die Schmerzen entstehen am geschädigten Wirbel und können in die Hüfte, die Leiste oder das Bein ausstrahlen.

    A) Bei Lendenwirbelsäulenschmerzen die Anode (rot) auf den Hauptschmerzpunkt platzieren, die Kathode (blau) spiegelbildlich auf die andere Seite der Wirbelsäule (siehe Abb.)

    Anlagepunkte bei Lendenwirbelsäulenschmerzen 1-Kanal TENS Gerät



    B) Bei der Verwendung von beiden Kanälen, die Anode (rot) auf den Hauptschmerzpunkt platzieren, die Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes, die Elektroden des 2. Kanals spiegelbildlich auf der anderen Seite der Wirbelsäule (siehe Abb.).

    Anlagepunkte bei Lendenwirbelsäulenschmerzen 2-Kanal TENS Gerät
  • Migräne / Kopfschmerzen

    Unter Migräne versteht man einen anfallsartig auftretenden, meist halbseitigen, pulsierend und pochend auftretenden Kopfschmerz. Oft einhergehend mit Symptomen wie Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Missempfindungen oder auch Einschränkung der Sehkraft.

    Die Anode (rot) klebt man bei Migräne auf den Hauptschmerzpunkt, die Kathode (blau) auf die Schläfe. Ist der Schmerz so stark, dass eine Anwendung auf der betroffenen Seite nicht möglich ist, können die Elektroden auch auf der nichtbetroffenen Seite platziert werden.

    Migräne Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen

    In den meisten Fällen gehen Nackenschmerzen von der Halswirbelsäule aus. Oft bedingt durch Fehlbelastungen im Alltag oder auch als Folge von Abnutzung kommt es zu Muskelverspannungen und -verhärtungen.

    Ist der obere Bereich der Halswirbelsäule betroffen, können die Schmerzen in Richtung des Kopfes ausstrahlen, ist der mittlere Bereich betroffen, bis in die Schultern und ist der untere Bereich betroffen, bis in die Arme.

    A)

    Bei Verwendung von einem Kanal, 2 Elektroden, die Anode (rot) auf den Schmerzpunkt, die Kathode (blau) spiegelbildlich auf die andere Seite der Halswirbelsäule

    Anlagepunkte bei Nackenschmerzen ein 1-Kanal TENS Gerät



    B)

    Bei Verwendung von beiden Kanälen, jeweils die Anode (rot) auf den Schmerzpunkt, die zu dem Kanal gehörende Kathode (blau) in den Ausstrahlungsbereich des Schmerzes in Richtung der Schulter.

    Anlagepunkte bei Nackenschmerzen ein 2-Kanal TENS Gerät
  • Spannungskopfschmerzen

    Spannungskopfschmerzen breiten sich über den oftmals schon verspannten Nacken und den Hinterkopf aus. Es ist ein eher dumpfer Schmerz, der bis in die Stirn und die Augen ausstrahlen und sich im Laufe des Tages noch verstärken kann.

    Bei Spannungskopfschmerzen wird die Anode (rot) auf der Schläfe, die Kathode (blau) im Nacken platziert.
                                                             Nackenschmerzen, Anlagepunkte bei einem 1-Kanal-TENS Gerät

  • Sprunggelenkschmerzen

    Schmerzen im Sprunggelenk können als Folge eines Sportunfalls, aber auch durch Abnutzung im Gelenk (Arthrose) oder im Zusammenhang mit einer chronischen Arthritis, auftreten.

    Bei Sprunggelenkschmerzen die Anode (rot) oberhalb des Sprunggelenks, die Kathode (blau) unterhalb platzieren (siehe Abb.)

    Elektrodenanlage bei Sprunggelenkschmerzen
  • Trigeminusneuralgie / Gesichtsschmerzen

    Die Trigeminusneuralgie ist eine Entzündung des Nerven Trigeminus, der für das Gefühl im Gesicht verantwortlich ist. Die Beschwerden äußern sich durch starke anfallsartige Schmerzen im Bereich des betroffenen Nervenabschnitts, meistens im Ober- oder Unterkiefer.

    Die Elektrodenanlage Abbildung A verwenden Sie, wenn der obere Nervenast betroffen ist, Abbildung B für den unteren Nervenast.
    Anlagepunkte für TENS Gerät bei Trigeminusneuralgie / GesichtsschmerzenAnlagepunkte für TENS Gerät bei Trigeminusneuralgie / Gesichtsschmerzen

  • Unterschenkelschmerzen

    Schmerzen, Missempfindungen, Empfindungsstörungen, nächtliches Brennen an den Füssen und Muskelschwäche sind typische Anzeichen für eine Polyneuropathie (Erkrankung mehrerer Nerven). Die Hauptursache sind Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder die Folge von lang anhaltendem Alkoholmissbrauch.

    Die Anode (rot) wird bei Unterschenkelschmerzen (z.B. Polyneuropathie) auf dem Wadenbeinköpfchen, die Kathode (blau) auf dem Fußrücken platziert (siehe Abb.).

    Elektrodenanlage bei Unterschenkelschmerzen
  • Wirbelsäulenschmerzen

    Wirbelsäulenschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzen. Die Ursachen reichen z.B. von Fehlhaltung, Abnutzung, Veränderungen der Bandscheiben oder der Wirbelsäulenmuskulatur sowie Osteoporose bis zu rheumatischen Erkrankungen.


    Halswirbelsäulenschmerzen

    Bei Halswirbelsäulenschmerzen ist die gleiche Elektrodenanlage wie bei Nackenschmerzen zu verwenden.


    Brustwirbelsäulenschmerzen

    Die von der Brustwirbelsäule ausgehenden Schmerzen, z.B. durch Fehlbelastung oder auch Wachstumsstörungen, können bis in den Brustkorb ausstrahlen.
    Sind die aus der Wirbelsäule kommenden Nervenwurzeln gereizt, kann es auch zur Intercostalneuralgie kommen, bei der die Schmerzen gürtelähnlich um die betroffene Brustkorbhälfte ziehen.

    Bei Brustwirbelsäulenschmerzen die Anode (rot) auf den Hauptschmerzpunkt platzieren, die Kathode (blau) spiegelbildlich auf die andere Seite der Wirbelsäule (siehe Abbildung).

    Elektrodenanlage bei Brustwirbelsäulenschmerzen
  • Zosterneuralgie

    Die Zosterneuralgie zeigt sich im akuten Stadium mit meist einseitigen Hauterscheinungen und brennenden, stechenden Schmerzen, die auch nach dem Abheilen der Haut noch vorhanden sein können (post-zosterische Neuralgie).

    Daher, bis die Haut ausgeheilt ist, oder die Berührungsempfindlichkeit bei der post-zosterischen Neuralgie noch zu hoch ist, die Elektroden auf der nicht betroffenen Gesichtshälfte platzieren wie abgebildet.

    Anlagepunkte der TENS-Elektroden bei Zosterneuralgie/Gesichtsrosenschmerzen