Muskelstimulation
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  • Wirkungsweise

    Muskelaufbau

    Mit Hilfe von elektrischen Strömen, die von außen her an die Muskeln geleitet werden, ist es möglich, diese zur Kontraktion zu bringen. Das funktioniert genauso gut, als würde der Impuls, vom Gehirn ausgehend, über die Nervenbahnen an den Muskel geleitet. Auch bei der elektrischen Muskelstimulation zieht er sich zusammen und entspannt sich wieder, wenn der Strom aufhört.

    Je häufiger und je kraftvoller der Muskel bewegt wird, desto größer ist der Trainingseffekt, den der Muskel erfährt; Muskelaufbau findet statt.

    Das wird mit dem elektrischen Muskelstimulator genau so gut erreicht, wie mit sportlicher Betätigung. Die Stärke der Muskelkontraktion ist abhängig von der Stärke des vom Gerät gelieferten Impulses und von seiner Dauer. Über diese beiden Parameter lässt sich jeder Muskel, soweit seine Nerven intakt sind, steuern und trainieren.

    Das hat Vorteile gegenüber dem sportlichen Training, denn das Gelenk wird beim Muskeltraining nicht belastet, die Trainingseinheit kann an einem beliebigen Ort und zu jeder gewünschten Zeit stattfinden, es können Muskeln isoliert trainiert werden – andere dagegen geschont – zum Beispiel wegen Verletzungen.

    Gegenüber dem Training durch Sport hat es natürlich den Nachteil, dass Kreislauf und Atmung nicht mit trainiert werden.

    Man sieht, die elektrische Muskelstimulation hat ihren spezifischen Einsatz.

  • Indikationen

    1. Muskelaufbau nach oder während einer Verletzungsphase

    Um den Muskelabbau und damit den Kraftverlust während einer verletzungsbedingten Ruhephase nicht eintreten zu lassen, kann man sehr gut die nicht von der Verletzung betroffenen Muskeln elektrisch trainieren.

    Ist schon Kraftverlust eingetreten, können diese Muskelpartien gezielt elektrisch wieder aufgebaut werden, zum Beispiel nach einer Bettlägerigkeit.

     

    2. Muskelaufbau und Kräftigung nach speziellen Ereignissen

    Nach einer Entbindung leiden viele Frauen unter einer erschlafften Bauchdecke, manche haben aber keine oder nur begrenzte Möglichkeiten, aktiv Sport zu treiben.

    Nach Kreuzbandrissen im Knie soll die Oberschenkelmuskulatur kräftig bleiben, sportliche Aktivitäten sind aber in vielen Fällen auf Grund der Instabilität und des beginnenden Gelenkverschleißes nicht mehr möglich.

     

    3. Muskelaufbau zur Prophylaxe oder vor speziellen Situationen

    Rückenschmerzen sind oft Folge von zu schwacher, untrainierter Rückenmuskulatur. Ist sportliches Training, zum Beispiel wegen generalisierter Arthrose oder aus anderen Gründen nicht möglich, ist die elektrische Art des Muskeltrainings angezeigt.

    Ebenso können asymmetrisch entwickelte Muskeln Schmerzen verursachen oder einfach das harmonische Aussehen beeinträchtigen. Dies ist oft bei extrem trainierten Sportlern der Fall, die einseitige Kraftentfaltung benötigen (Golf, Tennis usw.) Hier kann durch elektrische Muskelstimulation auf der schwächeren Seite Abhilfe geschaffen werden.

    Bodybuilder kennen das Problem von einzelnen Muskeln, die schwierig zu trainieren sind, die aber stark ausgeprägt sein sollen. Mit der elektrischen Muskelstimulation lassen sich selbst bei stark entwickelten Muskeln noch ausgeprägte Kontraktionen und damit Muskelzuwachs erzielen.